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Romantik-Route

Romantik-Route


Über Rothenburg o.d. Tauber, Tauberbischofsheim, Gramschatz

Wolfgang: "Morgens, halb elf in Deutschland, genauer gesagt: in unserer schönen Heimat Sulzbach-Rosenberg.
Gut gelaunt, den Schnauz gebürstet und mit einem kühlen Weißbier in der Hand sitzt euer verrückter Wolfgang hinterm Steuer des knallroten Opel Rekord und wartet auf seine schlechtere Hälfte.
Zur Erklärung für alle jugendlichen Leser: Ich bin selbstredend strikt gegen Alkohol am Steuer, aber ich habe ein ärztliches Attest, das beweist, dass mein Blutalkohol-Spiegel nach einem Weißbier niedriger ist, als wenn ich einen Löffel Hustensaft nehmen würde."

Badische Weinroute

Badische Weinroute


Über Karlsruhe, Neustadt a.d. Weinstraße, Worms

Anneliese: "Kennen Sie das berühmte Sprichwort: "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren"? Für mich müsste das Sprichwort ja heißen: "Ich hab mein Herz in Karlsruhe verloren", denn genau das ist mir vor vielen, vielen Jahren in dieser schönen Stadt passiert."

Wolfgang: "Müsste das Sprichwort hier nicht eigentlich lauten: "Ich hab meinen Prozess in Karlsruhe verloren"?
He he. Also, wegen dem Bundesverfassungsgericht, ihr versteht’s schon, gell? Spaß muss sein!"

Nibelungen-Route

Nibelungen-Route


Über Heidelberg, Grasellenbach, Michelstadt

Anneliese: "Der Odenwald ist ein herrliches Fleckchen Erde. Wir fahren von der Landstraße ab in den Naturpark Neckartal-Odenwald. Dort finden wir einen verträumten kleinen Rastplatz: Zwei urige Holzbänke, ein grob behauener Tisch, rundherum Eichen, Kastanien, Buchen – typisch Odenwald eben. Hier sind sogar die Rastplätze malerisch!
Wir wissen von unseren vielen, vielen Freunden und Fans, dass die Rastplätze im Norden oft richtig verwahrlost sind. Da liegt dann oft Müll rum und Spritzen von Drogenabhängigen und manchmal sogar benutzte Kondome. Um Gottes willen, eine furchtbare Vorstellung!"

Moselwein- und Riesling-Route

Moselwein- und Riesling-Route


Über Mainz, Eltville, Koblenz, Brodenbach

Wolfgang: "In Rüdesheim machen wir einen viel zu schnellen Spaziergang durch die berühmte Drosselgasse. Dort reiht sich Weinlokal an Wirtshaus an Souvenirshop an Weinlokal. Überall wuseln kleine Japaner rum und drücken sich an dicken Amerikanern, schmierigen Italienern und ausgemergelten großen Holländern vorbei. Kurzum: Hier bekommt man entweder Platzangst oder einen Leberschaden. A Wahnsinn!"

Eifel-Route

Eifel-Route


Daun, Gerolstein, Bad Neuenahr, Königswinter, Bonn

Wolfgang; "Unser nächstes Ziel ist die Eifel. Richtig: Eifel, wie der gleichnamige Turm. Da könnten sich die Franzacken eigentlich mal bedanken, dass sie ihr hässliches Stahlmonster nach so einem schönen Fleckchen deutscher Erde benennen durften."

Anneliese: "Obwohl ich davon ausgehe, dass nur wenige Leser so ungebildet wie mein Mann sind: Natürlich ist der Eiffelturm, der mit zwei F geschrieben wird, NICHT nach der Eifel benannt – die mit einem F geschrieben wird, Wolfgang –, sondern nach seinem Konstrukteur und Erbauer, Gustave Eiffel."

Wolfgang: "Ja, und nach wem wurde DER benannt, Anne-lie-se? Na, wer ist jetzt ungebildet?"

Grüne-Küsten-Route

Grüne-Küsten-Route


Coppenbrügge, Emden, Travemünde


Anneliese: "Bevor wir uns unserem nächsten Zielort widmen, müssen wir kurz geographisch werden. Wir alle kennen ja Städte, Dörfer, Gemeinden, ja, der eine oder andere kennt sogar Weiler – aber dass sich ein Ort "Flecken" nennt, das wusste ich zumindest noch nicht. Aber die Stadt Coppenbrügge, die heißt offiziell eben nicht "Stadt", sondern "Flecken". Und im Tourismusbüro erklärt man mir auch, warum: Ein "Flecken" ist nämlich ein Ort, der für die Dörfer aus der Umgebung quasi so etwas wie das Mutterdorf ist. In Niedersachsen konnte ein Flecken bis ins 19. Jahrhundert Sitz eines königlichen Amtes sein und hatte teilweise städtische Privilegien. Zum Beispiel durfte man in einem Flecken einen Markt abhalten, was sie im Dorf daneben nicht durften, weil’s eben kein Flecken, sondern bloß ein Dorf war."

Seen-Alleen-Bäume-Route

Seen-Alleen-Bäume-Route


Über Kap Arkona, Neustrelitz, Werder/Havel, Spreewald, Wittenberg

Wolfgang: "Für mich persönlich kommen wir im letzten Drittel unserer Reise zu einem absoluten Höhepunkt: Rügen! Und das, obwohl mir durchaus bewusst ist, dass diese Insel im Osten unserer Republik liegt, in den fünf mittlerweile gar nicht mehr so neuen Bundesländern.
Ja, liebe Schlagerfreunde, über zwanzig Jahre ist die Wende nun schon wieder her, aber die schrecklichen Bilder, die hat man immer noch im Kopf. Anneliese freut sich ja wie ein Schneekönig auf den Osten, ich bewahre mir da lieber eine gewisse natürliche Skepsis.
Man darf halt nie vergessen, liebe Schlagerfreunde, dass diese Menschen jahrzehntelang der Gehirnwäsche einer einzelnen Partei ausgeliefert waren, die ihre Bewohner rücksichtslos nach ihrer hinterwäldlerischen Weltanschauung geformt hat. Wenn ich mir vorstelle, dass es bei uns daheim in Bayern auch nur eine einzige Partei gäbe, die ihre Bürger derart … – ja, gut, das ist jetzt vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber das ist natürlich auch nicht vergleichbar."

Rhein-Berg-Märchen-Route

Rhein-Berg-Märchen-Route


Lindlar, Bad Pyrmont, Steinhuder Meer


Anneliese: "Liebe Leser, so langsam ist es an der Zeit, einmal kurz zu verschnaufen. Wir sind schließlich schon ganz schön rumgekommen, und zwar bis ungefähr in die Mitte unseres herrlichen Landes. Oder besser gesagt: die äußerste Mitte links."
Wolfgang: "Unter uns Männern und CB-Funkern – sie meint: im Westen."
Anneliese: "Uns hat’s dabei aus dem herrlichen Bayern mit seinen imposanten Bergen, herrlichen Seen und prachtvollen Menschen weit ins andere Deutschland verschlagen, ins Land der Nicht-Bayern. Und was soll ich sagen? Es ist insgesamt gesehen eine wirklich wunderbare Erfahrung."

Klassiker-Route

Klassiker-Route


Über Thale, Erfurt, Jena, Erzgebirge, Bayreuth

Wolfgang: "Wir lassen "Scheißleben" – wie ich Eisleben im Spaß immer nenne (und Spaß muss sein, liebe Leser, des ist ja bekannt!) – links liegen und knattern direkt durch bis in den Harz. Der Harz hat irgendeinen Superlativ: Ich glaube, es ist das kleinste deutsche Gebirge. Oder das langweiligste, ich weiß es nicht mehr. Beides wäre zumindest zutreffend. Trotz meiner sportlichen Fahrweise erreichen wir Thale erst nach zweieinhalb Stunden (viele Trecker und Trabis). Nach einem kurzen Nickerchen bin ich sofort wieder topfit, doch Anneliese ist verschwunden.“